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Neues Diplomarbeitsvergabeverfahren in Bonn [VWL]

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Achtung!

Der Diplomstudiengang an der Uni-Bonn im Bereich VWL läuft aus. Die Diplomprüfung findet nur noch 31.03.2012 bzw. 31.03.2013 statt.
Weitere Infos hierzu unter: http://www.vwlpamt.uni-bonn.de/pruefungsamt/diplom/informationen-zum-diplomstudiengang

Diese Tatsache kann diesen Eintrag überflüssig machen! Informieren Sie sich bei Ihrem Prüfungsamt!

 

Am 1.12.08 ist das neue zentrale Diplomarbeitsvergabeverfahren für den Fachbereich VWL an der Uni Bonn angelaufen. Dieses System ist in 3 Stufen aufgeteilt und soll durch Kontingente und einen Aufteilungsschlüssel, der Mitarbeiterabhängig ist, eine gerechte Verteilung der Diplomarbeiten auf die Lehrstühle und ein Gleichgewicht in angebotenen und nachgefragten Diplomarbeiten schaffen.

Vor dem neuen System musste jeder Student, der einen Diplomarbeitsplatz haben wollte, zu einem Professor seiner Wahl rennen und sich dort vorstellen. Der Professor konnte dann selber bestimmen, ob er diesen Studenten betreut oder ob er Ihn abweist. Die BWL-Lehrstühle sind hier besonders begehrt gewesen.
Wenn ein Student sich nun bei mehreren Lehrstühlen beworben hatte und immer nur Absagen erteilt bekommen hat, konnte er sich auf Wunsch per Zwangszuweisung einen Diplomarbeitsplatz zuweisen lassen.

Das neue System wird nun zentral vom Prüfungsamt gesteuert. Es gibt hier 4 Stichtage pro Jahr(1. April, 1. Juni, 1. September und 1. Dezember), die fast komplett unabhängig voneinander sind, hierzu aber später mehr.
Jeder Stichtag zieht ein 3 Stufiges Programm hinter sich her. Vor jedem Stichtag muss sich jeder Student einen Meldebogen vom Prüfungsamt abholen. Dieser Meldebogen besteht aus einem Kontoauszug, der speziell gestempelt wird, und einem blauen Zettel den der Student und das Prüfungsamt unterschreiben müssen. Zusätzlich muss noch ein weißer Zettel ausgefüllt und unterschrieben werden, dieser verbleibt aber im Prüfungsamt. Er dient einmal der Erfassung des Studenten im zentralen Verteilungsprogramm und als Antrag für die Zwangszuweisung, wenn der Student bis zur 3. Stufe keinen Prüfer gefunden hat.

Nach dem Stichtag kann jeder Student seinen Meldebogen an seinen Wahlprüfer weitergeben. Dafür hat er eine Woche Zeit. Der Prüfer bekommt ein Tag nach dem Stichtag sein zu betreuendes Kontingent mitgeteilt.
Wenn, eine Woche nach dem Stichtag, die Zahl der Interessenten kleiner ist als das zu betreuende Kontingent, muss der Professor alle Studenten nehmen die sich bei Ihm beworben haben. Ansonsten wählt der Professor aus den Bewerbern, seinem Kontingent entsprechend, aus, unterschreibt die Meldebögen der Angenommenen und sendet alle Bögen, die er erhalten hat, zurück ans Prüfungsamt.
Danach beginnt Stufe 2 die genauso wie Stufe 1 abläuft. Vor Stufe 2 wird den Studenten mitgeteilt wer angenommen wurde und wie viel Plätze noch bei welchem Professor frei sind.
Wenn ein Student seinen Bogen nicht bei einem Prüfer abgibt oder ihn nicht mehr vom Prüfungsamt abholt scheidet er aus dem System aus und kann erst beim nächsten Stichtag wieder teilnehmen.
Stufe 3 ist etwas komplizierter. Hier kann der Student wählen, ob er noch einmal mit seinem Meldebogen zu einem Prüfer geht oder ob er direkt zwangszugewiesen wird. Im Gegensatz zu Stufe1 und Stufe2 kann der Student nicht mehr aus dem System aussteigen. Am Ende der Stufe 3 steht immer die Zwangszuweisung.

Das Bonussystem:
Es ist für Studenten nicht gerade sinnvoll aus dem System aus zu steigen, denn jeder Ausstieg produziert einen Bonus für die Professoren, die Aufgrund der falschen Kontingentberechnung mehr Studenten übernommen haben.
Dieser Bonus wird dann beim nächsten Stichtag dem Professor gut geschrieben.
Wenn ein Professor freiwillig zu viel Studenten betreut wird Ihm das natürlich nicht als Bonus angerechnet.

Fazit:
Das System bringt den Studenten ein paar Vorteile, wie zum Beispiel das ein Professor alle Studenten nehmen muss die sich bei Ihm bewerben, wenn sein Kontingent nicht ausgereizt wird oder das alle Studenten einen Diplomarbeit bekommen, die eine wollen. Dies ist besonders in Hinsicht auf den auslaufenden Diplomstudiengang wichtig.
Der große Nachteil für Studenten ist wohl die Umverteilung von den sehr begehrten Plätzen in der BWL zu denen in der Ökonometrie.
Ein weiteres Problem bei dem ganzen System ist der hohe Verwaltungsaufwand den das neue System nach sich zieht.
Da das Vergabeverfaren sprichwörtlich in den Kinderschuhen steckt und gerade bei seinem ersten Durchlauf ist, kann man natürlich noch nicht so viel darüber sagen inwieweit es einen Sinn gemacht hat, dieses von Professoren vorgestellte System, einzuführen. Vielleicht werden bald einige weiter Vorteile oder auch Nachteile bekannt werden.
Ich durfte an der technischen Umsetzung des Systems entscheidend mitwirken und bin nicht der Meinung, dass durch dieses System die gewünschten Ziele erreicht werden.

Die Zukunft:
Das System wird bestimmt noch einige Male angepasst werden müssen, doch ob der Student von den Anpassungen etwas mitbekommt kann jetzt noch nicht gesagt werden.
Doch sollte sich das Vergabeverfahren bewehren könnten bald auch die Bachelor im Fachbereich der VWL in den Genuss kommen es durchlaufen zu dürfen. Wer weiß….

Alle Verbindlichen Informationen erhalten Sie auf der Seite des Prüfungsamtes im Bereich Diplomarbeitsvergabe!
Prüfungsamt der VWL in Bonn: VWL Pamt


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